Recht auf Stadt
Wohnungsunternehmen haben kein Interesse an der preiswerten Versorgung von Menschen mit Wohnraum. Ihr Interesse ist es, Gewinne zu erwirtschaften und das sogenannte Immobilienportfolio weiter und weiter auszubauen. Dass der kapitalistisch organisierte Wohnungsmarkt nicht an Grundbedürfnissen von Menschen orientiert ist, liegt am System selbst; nicht etwa an der "Gier" von einzelnen Unternehmen, Vorständen oder Aktionär*innen.
Unsere Antwort darauf ist Vergesellschaftung!
Aus Kämpfen für die Vergesellschaftung von Wohnraum und anderer sozialer Infrastruktur können sich die Umrisse eines linken Hegemonieprojekts ergeben. Seit über 15 Jahren Jahren disktutieren wir in der IL Vergesellschaftung als Richtungsforderung und Strategie ist für die Bildung eines linken Hegemonieprojekts. Vergesellschaftung kann aus der Ohnmacht der Linken herausführen. Denn Sie zeigt die Möglichkeit einer solidarischen Zukunft auch unter den Bedingungen der globalen Krisen. Das unterscheidet ein linkes Hegemonieprojekt vom „grünen“ Kapitalismus und dem Projekt der Rechten. Diese haben Antworten auf die Krisen nur um den Preis von immer stärkerer Abschottung, Militarisierung und Unterdrückung.
Vergesellschaftung meint die umfassende Demokratisierung von Produktion und Reproduktion, indem sie aus der Kontrolle von Staat und Kapital befreit werden. Vergesellschaftung zielt dabei auf drei Ebenen:
- eine Veränderung der Eigentumsstruktur von privatem zu kollektivem Eigentum;
- eine Veränderung der Verfügungsweise von privat diktiert zu demokratisch und
- eine Veränderung des Zwecks, von der Profitmaximierung zur Bedürfnisbefriedigung.