Über die IL
Ende Gelände Garzweiler, David Klammer, Tim Wagner
Die IL ist eine undogmatische, linksradikale Organisierung. Wir stehen für eine gesellschaftliche radikale Linke, die Gegenmacht aufbaut und für eine befreite Gesellschaft kämpft! Wir haben Ortsgruppen in 24 Städten und organisieren uns basisdemokratisch.
Wir kämpfen für
Wir kämpfen für eine ganz andere Welt, in der der Mensch kein erniedrigtes, kein verlassenes, kein verächtliches Wesen mehr ist. Wir kämpfen gegen die zerstörerische Logik des Privateigentums und für Vergesellschaftung, einen Prozess, in dem die Gesellschaft ihre eigenen Belange selbst in die Hand nimmt und als Verein freier Menschen demokratisch soziale Infrastruktur, Güter und Ressourcen verwaltet.
Wir kämpfen für eine Welt, in der die Anderen Bedingung, nicht Grenze der eigenen Freiheit sind. Eine Welt, in der es globale Bewegungsfreiheit statt Grenzen, Zäune und Nationalstaaten gibt.
Wir kämpfen für eine Welt, in der wir auch morgen noch leben können.
Wir kämpfen für die Befreiung von patriarchaler Zurichtung der Subjekte, gegen die Gewalt an FLINTA* und Queers.
Wir kämpfen für ein Ende der herrschenden Gewalt und der organisierten Traurigkeit im Kapitalismus!
interventionistisch
Raus aus der Szene, rein ins Handgemenge der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Wir wollen eine radikale Linke, die selbstbewusst und sprechfähig in politische Kämpfe eingreift und fähig ist, auch außerhalb ihrer Subkulturen, Kieze und Freiräume zu agieren. Wir wollen eine radikale Linke, die aktiv gegen Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus insgesamt kämpft, die dabei immer wieder neue Allianzen sucht, die Brüche vertieft und Chancen ergreift, die lieber Fehler macht und aus ihnen lernt, anstatt sich im Zynismus der reinen Kritik zu verlieren. Daher nennen wir uns interventionistische Linke.
radikal
Wir wollen eine radikale Linke, die auf den revolutionären Bruch mit dem nationalen und dem globalen Kapitalismus, mit der Macht des bürgerlichen Staates und allen Formen von Unterdrückung, Entrechtung und Diskriminierung orientiert. Wir wollen eine radikale Linke sein, die auch vor einem dunklen Horizont die Möglichkeit hochhält, dass es ganz anders sein könnte. Eine radikale Linke, die organisiert und im Alltag präsent ist, die Gelegenheiten erkennt und entschlossen eingreift. Die kleinen Brüche zu großen ausweitet und die Wette auf die Revolution eingeht.
undogmatisch
Wir wählen aus der Vielfalt linker und revolutionärer Geschichte keine Traditionslinie aus und erklären sie für richtig oder verbindlich. Die IL hat keine Säulenheiligen und folgt keiner eindeutig abgrenzbaren theoretischen Lehre. Entscheidend ist für uns, dass wir heute an einem gemeinsamen Punkt stehen, von dem aus wir unsere gegenwärtige und zukünftige Politik als Interventionistische Linke kollektiv bestimmen wollen
Woher wir kommen
Die IL ist kein Projekt nur einer Generation, bei uns kommen Aktivist*innen von Schüler*innen- bis zum Rentenalter zusammen. So sind in der IL auch die Erfahrungen aus verschiedensten Bewegungen eingeflossen wie der Frauenbewegung, der Internationalismusbewegung, der Anti-AKW-Bewegung, der antifaschistischen, antirassistischen Bewegung, der globalisierungskritischen Bewegung, der Bewegung der neuen sozialen Kämpfe, der Antikriegsbewegung und der Klimabewegung. Die vielfältigen Erfahrungen und Traditionen haben uns an diesen Punkt geführt und sie sollen in der IL im besten Sinne aufgehoben werden. Mehr zu unserer Geschichte.
Bündnisse
Die IL betreibt eine Politik der strategischen Bündnisorientierung. Wir gehen dauerhaft von einer Vielfalt linker Strömungen, Gruppen und Organisationen aus. Dass diese sich nicht gegenseitig bekämpfen und die Existenzberechtigung absprechen sollten, liegt auf der Hand. Deshalb bestimmen wir gemeinsam eine themenfeldbasierte Strategie und bringen dann revolutionäre und moderate Linke sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Bündnissen zusammen, um den Diskurs im Themenfeld mit vereinten Kräften nach links zu verschieben. Wir gehen davon aus, dass nur gesellschaftliche Blöcke, also solche strategischen Bündnisse, in der Lage sind, politische Kräfteverhältnisse zu verschieben und eine Basis dafür zu schaffen, erfolgreich die bestehende gesellschaftliche Ordnung herauszufordern.
Mehr erfahrt ihr im Zwischenstandspapier (2014) & Zwischenstandspapier #2 (2024). Sie bilden unser Selbstverständnis und unsere zentralen Positionen ab. Wie wir die Welt sehen und welche Strategien wir wählen um sie zu verändern.
Ortsgruppen
Wir sind in aktuell 24 Ortsgruppen organisiert. Deren Praxis orientiert sich an den jeweiligen lokalen Kämpfen, die wir aber gemeinsam strategisch bestimmen und immer wieder in gemeinsamen, bundesweiten oder internationalen, Projekten zusammenführen.
Eure Stadt fehlt noch? Dann werdet aktiv und schließt euch uns an! Wir freuen uns über neue Mitstreiter*innen und beraten euch gerne. Schreibt uns einfach eine Mail!
Mitmachen
Raus aus der Passivität, rein ins Handgemenge der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.
Du möchtest mitmachen? Hier findest du einen Überblick, wo wir schon vor Ort sind und wie du mit uns in Kontakt kommst!
Hier findest du all unsere Veranstaltungen und Termine – wir sehen uns auf der Straße!
Ihr seid eine politisch aktive Gruppe und möchtet euch der IL anschließen? Meldet euch bei uns!
Themenfelder
Wir wollen kontinuierlich und unabhängig von Bewegungstrends in den Themenfeldern arbeiten, die für einen radikalen gesellschaftlichen Wandel für zentral halten. Diese Themenfelder sind:
Positionen
Wenn du noch tiefer einsteigen willst, empfehlen wir diese Beiträge zum vertiefen:
Zwischenstandspapier #2
Raus aus der Szene, rein ins Handgemenge der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Mit diesem Anspruch ist die Interventionistische Linke (IL) vor fast 20 Jahren angetreten.
Interim Paper #2
Getting out of the bubble and into the scuffle of social conflicts. The Interventionist Left started their work with this ambition almost 20 years ago.
An den Kipppunkten. Linke Strategien für die Zukunft | IL Konferenz
Datum: 23. - 25.10.
Ort: Berlin
IL Leitfaden veröffentlicht
Sexuelle/sexualisierte Gewalt kommt überall vor: auch in der linken Szene, auch bei der Interventionistischen Linken (iL).
IL im Aufbruch - ein Zwischenstandspapier
Dieses Papier ist das vorläufige Ergebnis einer mehrjährigen Diskussion, in der sich die Interventionistische Linke über die nächsten Schritte im Organisierungsprozess verständigt hat.
Interview zum Zwischenstandspapier der IL
Das Interview führte Alexander Hummel für critica online.