Aufruf: Gegen den türkischen Angriffskrieg in Nord-Syrien – Solidarität mit Rojava

Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Köln

11:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Hamburg

15:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Frankfurt

16:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Berlin

13:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Nürnberg

15:30 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Freiburg

17:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Hannover

14:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Leipzig

16:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Magdeburg

17:00 Uhr
Demonstration
Sa. 19. Okt. 2019

Saarbrücken

14:30 Uhr
Demonstration
So. 20. Okt. 2019

Dresden

11:45 Uhr

Aufruf zu Demonstrationen am Samstag, den 19. Oktober 2019

Rojava verteidigen bedeutet auch, die Welt von morgen zu retten. Erdogans Angriff ist ein Angriff auf uns alle.

Wir fordern:

• Stopp des Angriffskriegs der Türkei in Nordsyrien.

• Stopp der deutschen Waffenlieferungen an die Türkei.

• Stopp der wirtschaftlichen und militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei

• Eine friedliche Lösung des Krieges in Syrien mit Beteiligung der kurdischen Akteure und Autonomie Nord-Syriens.

In Nord-Syrien, besser bekannt als Rojava, ist in den letzten Jahren ein einzigartiges multiethnisches und multireligiöses demokratisches Projekt herangewachsen. Es gewährleistet das friedliche Zusammenleben von Millionen Kurd*innen, Araber*innen und Christ*innen. Umgeben von Ländern die die Frau unterdrücken wurde in Rojava eine Gesellschaft entwickelt, die die Gleichberechtigung von Mann und Frau umsetzt. Seit 2012 wurden hier wieder vom Krieg zerstörte Städte und Dörfer wiederaufgebaut, die Zivilgesellschaft konnte sich trotz Krieg in Syrien neu entwickeln.

Die Demokratische Föderation Nordostsyriens (Rojava) steht beispielhaft für die Vision eines friedlichen und demokratischen Mittleren Ostens. Das soll jetzt zerstört werden.

Die Ankündigung der USA unter Trump die US-Armee zurückzuziehen ermöglichte erst den Angriff der Türkei. Die türkische Armee begeht Kriegsverbrechen in dem sie aktuell zivile Infrastruktur bombardiert, wie Krankenhäuser, die Wasserversorgung, die Stromzufuhr sowie gezielt Zivilist*innen angreift. Mit diesem Krieg droht der IS erneut zu einer Gefahr zu werden – nicht nur für Rojava, auch für Europa. Es waren die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und die lokalen Selbstverteidigungskräfte (YPG und YPJ) aus Rojava, die den IS und seinen Kalifatstaat besiegten. 11.000 von ihnen ließen dabei ihr Leben.

Erdogan und seinem gleichgeschalteten Staat geht es nicht um die Sicherung der Grenzen, sondern um die Vertreibung der Kurd*innen und der anderen Völker aus der Grenzregion und die Zerstörung der selbstverwalteten Region Rojava. Die geplante Einrichtung einer sogenannten „Schutzzone“ bedeutet eine ethnische Säuberung und Umsiedlungspolitik des Gebietes. Was das bedeutet sieht man im nordsyrischen Afrin, dass von der türkischen Armee letztes Jahr erobert wurde und in dem nun Willkür und Terror herrscht. Die völkerrechtswidrige Invasion und Besetzung weiterer kurdischer Gebiete in Syrien schaffen neue Flüchtlingsströme.

Mit der Drohung die Grenzen nach Europa für Flüchtlinge zu öffnen will Erdogan die Zustimmung der EU-Staaten zu diesem Krieg zu erzwingen. Es muss Aufgabe der EU und insbesondere Deutschlands sein, sich klar gegen den Krieg und jede weitere Eskalation zu stellen. Das weitgehende Stillschweigen der Regierungen der EU bedeutet Zustimmung zu diesem Krieg der Türkei. Wirtschaftliche Interessen und die mit dem Flüchtlingsabkommen geschaffene Abschottung gegen Geflüchtete sind ihnen wichtiger ihnen als Menschenrechte, Demokratie und Frieden.

Wir bekunden unsere Solidarität mit Rojava und fordern das sofortige Ende des Krieges durch die Türkei sowie den Rückzug der türkischen Armee. Es geht um die Erhaltung von Gleichberechtigung, friedlichem Zusammenleben und Weiterentwicklung von Ökologie und Demokratie in der Region. Das geht uns alle an. Verteidigen wir die Werte Rojavas, lassen wir die dortigen Menschen nicht allein, es geht auch um unsere Zukunft.

Termine der Anti-Kriegs-Demonstrationen am Samstag, den 19. Oktober:

Köln – Auftaktkundgebung um 11:00 Uhr am Ebertplatz und Chlodwigplatz / Demonstrationsbeginn um 12:30 Uhr / Abschlusskundgebung um 15:00 Uhr – Ort wird noch bekannt gegeben

Hamburg – S-Bahn Haltestelle Sternschanze um 15:00 Uhr

Frankfurt – Hauptbahnhof/Kaisersack um 16:00 Uhr

Berlin – (voraussichtlich) Potsdamer Platz (Historische Ampelanlage) um 13:00 Uhr

Magdeburg – Hauptbahnhof um 17:00 Uhr

Nürnberg – Karl-Bröger-Zentrum um 15:30 Uhr

Stuttgart – Lautenschlager Platz um 15:00 Uhr

Saarbrücken – Europa-Galerie um 14:30 Uhr

Freiburg – Platz der Alten Synagoge um 17:00 Uhr

Hannover – Hauptbahnhof um 14:00 Uhr

Leipzig – Eisenbahnstraße/Aldi um 16:00 Uhr

Am Sonntag, den 20. Oktober:

Dresden – Bahnhof Dresden Neustadt (Rojava-Block für die internationale Solidarität auf der NoPEGIDA-Demo) um 11:55 Uhr