Widersetzen Aktionszeitung "Druck von links"
Titelstory: In die Hocke gegen Höcke!
AfD blockieren, Faschismus verhindern
Wir wissen, dass es jetzt auf uns alle ankommt. Dass „Nie wieder ist jetzt“ keine Parole, sondern eine Analyse unserer Gegenwart ist. Also ist es ein Gefühl der Dringlichkeit, mit dem wir nach Erfurt fahren, um den AfD-Parteitag zu blockieren.
Antifaschistischer Widerstand ist nicht nur gerechtfertigt, sondern absolut notwendig. Die faschistische Gefahr in Deutschland ist 2026 so real wie seit 1945 nicht mehr. Bei den Landtagswahlen im September könnte die AfD in einem oder zwei Bundesländern die Regierung übernehmen. Die Abgrenzung der bürgerlichen Mitte wird immer schwächer, die Stimmen für Koalitionen mit der AfD immer lauter.
Das erinnert an das Drehbuch der faschistischen Machtübernahme 1933. Auch damals begann es in den Ländern (Thüringen 1930). Und auch damals sind die Nazis nicht aus eigener Kraft an die Macht gekommen, sondern weil die konservativen Eliten aus Parteien, Industrie, Großgrundbesitz und Militär ihnen die Macht übergeben haben.
Geschichte wiederholt sich nicht. Eine faschistische Diktatur wird im 21. Jahrhundert anders aussehen als in Deutschland vor 1945. Und dennoch hat die AfD seit ihrer Gründung eine rapide Entwicklung zum offenen Faschismus gezeigt. Während in anderen europäischen Ländern wie in Italien die Mäßigung in Propaganda und Auftreten die Voraussetzung für den Aufstieg der extremen Rechten war, geschieht bei der AfD das Gegenteil: Sie wird immer extremer und faschistischer, während ihre Wählerstimmen zunehmen. Der Erfurter Parteitag in der politischen Heimat von Björn Höcke kann ein weiterer Meilenstein dieser Transformation zur offen faschistischen Partei werden. Wir sollten nicht abwarten, ob es vielleicht doch nicht so schlimm kommt – sondern jetzt handeln!
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